Kontakt | 

UNESCO Welterbe in der Schweiz

Die Schweiz beherbergt aktuell (Stand: Januar 2011) insgesamt zehn Sehenswürdigkeiten, die von der UNJESCO zum Welterbe ernannt wurden. Darunter befinden sich sieben UNESCO Weltkulturerbe (Altstadt von Bern, Kloster St. Johann in Müstair, Stiftsbezirk St. Gallen, Drei Burgen von Bellinzona, Weinberg-Terrassen in Lavaux, Rhätische Bahn, Zwillingsstädte La-Chaux-de-Fonds und Le Locle) und drei UNESCO Weltnaturerbe in den Alpen (Jungfrau Gletscher, Monte San Giorgio und Tektonikarena Sardona). Mit der vom Schweizer Architekten Le Corbusier entwickelten und nach ihm benannten Stadtplanung sowie den Pfahlbauten in den Alpen befinden sich zwei weitere Sehenswürdigkeiten in der Schweiz auf der Kandidatenliste für die Erhebung zum UNESCO Welrkulturerbe.

Die Ernennung zum UNESCO Welterbe erfolgte für die genannten Sehenswürdigkeiten in der Schweiz in mehreren Etappen. Zunächst wurden 1983 die Altstadt von Bern, das Kloster St. Johann in Müstair und der Stiftsbezirk St. Gallen zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt, bevor sich die weiteren Sehenswürdigkeiten fast zwei Jahrzehnte lang in Geduld üben mussten. Erst im Jahr 2000 schmückte die UNESCO mit den Drei Burgen von Bellinzona eine weitere Sehenswürdigkeit der Schweiz mit dem prestigeträchtigen Titel eines Welterbes. Mit dem Jungfrau Gletscher (2001), dem Monte San Giorgio (2003) und der Tektonikarena Sardona (2008) bekam die Schweiz auch ihre ersten und bis dato letzten UNESCO Weltnaturerbe zugesprochen. Die Sammlung des UNESCO Weltkulturerbes in der Schweiz wurde inzwischen durch die Weinberg-Terrassen in Lavaux (2007), die Rhätische Bahn (2008) und die Zwillingsstädte LA-Chaux-de-Fonds und Le Locle erweitert. Weiteren Zuwachs dürfte diese Liste in nicht allzu ferner Zukunft durch die Stadtplanung nach Le Corbusier und die Pfahlbauten in den Alpen bekommen, die inzwischen den Kandidatenstatus erreicht haben und in der Schweiz jeweils an mehreren Orten bestaunt werden können.

Die für Schweiz Jugendreisen vielleicht interessantesten UNESCO Welterbe sind die mehr als sehenswerte Altstadt von Bern, die Tektonikarena Sardona und die Rhätische Bahn. In der Altstadt von Bern werden die Architekturstile unterschiedlichster Epochen vom Mittelalter bis zur Gegenwart optisch sehr ansprechend harmoniert. Die Tektonikarena Sardona beherbergt seit Juli 2010 einen Lehrpfad, der sich mit der Geologie und der Entstehungsgeschichte der Alpen beschäftigt. Eine Fahrt mit der Rhätischen Bahn, die sich auf 128 Kilometern Länge zwischen Thusis und Tirano durch die phantastische Bergwelt der Alpen schlängelt, gilt seit jeher als außergewöhnliches Erlebnis.