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Die Vorgeschichte der Schweiz

Die Schweiz blickt auf eine der längsten Siedlungsgeschichten in ganz Europa zurück, die auf dem Gebiet der Alpen nachweislich bereits vor rund 10.000 Jahren in der frühen Steinzeit begann. Zu den ersten Siedlungen in der Schweiz gehören die weltbekannten Pfahlbauten rund um den Bodensee, die sowohl auf Gemarkung der Schweiz als auch in den Uferregionen Deutschlands und Österreichs gefunden wurden und dem Tourismus in der Schweiz heute als Sehenswürdigkeiten dienen. Im Gegensatz zu einigen anderen Regionen in Europa, die ähnlich früh besiedelt wurden, konnte die Besiedlung in der Schweiz auch während der bisher letzten Eiszeit und danach durchgehend bis heute aufrecht erhalten werden.

Mit dem Beginn der Eisenzeit, den Historiker auf den Zeitraum um 1.200 vor Christus datieren, breiteten sich die Kelten zunehmend in Mitteleuropa aus, unter anderem auch in der heutigen Schweiz. Während des letzten Jahrtausends vor der Zeitenwende bekamen die verschiedenen Stämme der Kelten in der Schweiz Gesellschaft von weiteren Völkern, z.B. den Helvetiern, Lepontiern, Raetiern oder den Sedunern. Im Gegensatz zu den Kelten traten diese Völker jedoch nur vereinzelt in bestimmten Regionen auf. Den Kelten verdankt die Schweiz auch die ersten vorgeschichtlichen Handelsbeziehungen ins Ausland, die über ganz Europa reichten. So sind unter anderem Geschäfte zwischen den Kelten in der Schweiz und dem Alten Griechenland, einer der ersten Hochkulturen überhaupt, belegt.

Mit dem Gallischen Krieg im letzten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung (58 – 50 v. Chr.) war die Ära der Kelten in der Schweiz endgültig beendet. Kein Geringerer als der legendäre Gaius Julius Caeser zog im Rahmen des Gallischen Krieges gegen mehrere Völker in ganz Europa zu Felde, wobei die Helvetier die ersten Gegner waren, die sich der Übermacht aus Rom hoffnungslos unterlegen geschlagen geben mussten. Ein ähnliches Schicksal ereilte in den folgenden Jahren unter anderem die Belgier, Germanen, Briten und die Gallier.